Costa Rica ist eines der artenreichsten Länder der Welt. Auf nur rund 0,03 Prozent der Erdoberfläche leben schätzungsweise etwa fünf Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Rund ein Viertel der Fläche steht unter Schutz. Das Land hat keine Armee, setzt auf Ökotourismus und lebt nach dem Motto „Pura Vida“. Vulkane, Nebelwälder, Strände an Karibik und Pazifik und eine unglaubliche Tierwelt machen Costa Rica zum idealen Ziel für Naturliebhaber.
Arenal und La Fortuna
Der kegelförmige Vulkan Arenal war bis 2010 aktiv und ist heute eines der Wahrzeichen des Landes. Rund um den Ort La Fortuna gibt es Wanderwege über alte Lavafelder, den La-Fortuna-Wasserfall, Hängebrücken durch den Regenwald und zahlreiche heiße Quellen. Auch Rafting, Canyoning und Ziplining werden angeboten.
Monteverde: Nebelwald
Im Nebelwald von Monteverde hüllen Wolken die Bäume ein, Moose, Farne und Orchideen wachsen überall. Hier lebt der Quetzal, einer der schönsten Vögel Mittelamerikas. Erkunde das Reservat mit einem Guide, bei einer Nachtwanderung oder über Hängebrücken in den Baumkronen. Monteverde ist auch der Geburtsort des Ziplining in Costa Rica.
Manuel Antonio
Der Nationalpark Manuel Antonio an der Pazifikküste verbindet Regenwald mit Traumstränden. Hier siehst du Faultiere, Kapuzineraffen, Totenkopfäffchen und Leguane. Der Park ist klein und beliebt, die Besucherzahl ist begrenzt, und Tickets kaufst du vorab online. Er ist montags geschlossen.
Tortuguero
An der Karibikküste liegt Tortuguero, das nur per Boot oder Kleinflugzeug erreichbar ist. In den Kanälen beobachtest du Kaimane, Affen und Vögel. Von etwa Juli bis Oktober legen Grüne Meeresschildkröten nachts ihre Eier am Strand ab. Die Beobachtung ist nur mit lizenzierten Guides erlaubt.
Südkaribik: Puerto Viejo und Cahuita
Im Süden der Karibikküste herrscht afro-karibische Kultur. In Puerto Viejo gibt es Reggae, Kokosreis und entspannte Strände wie Punta Uva. Im Nationalpark Cahuita wanderst du am Strand entlang und schnorchelst am Korallenriff.
Osa-Halbinsel und Corcovado
Der Nationalpark Corcovado auf der Osa-Halbinsel wird oft als einer der biologisch intensivsten Orte der Erde beschrieben. Hier leben Tapire, Aras, alle vier Affenarten Costa Ricas und mit viel Glück Jaguare. Der Zugang ist nur mit Guide erlaubt. In der benachbarten Bahía Drake und im Golfo Dulce kannst du Wale und Delfine beobachten.
Guanacaste und Nicoya
Die Provinz Guanacaste im Nordwesten ist trockener und sonniger. Hier liegen Strände wie Tamarindo, Playa Conchal und der Nationalpark Rincón de la Vieja mit Schlammlöchern und Wasserfällen. Auf der Halbinsel Nicoya sind Santa Teresa, Nosara und Montezuma bei Surfern und Yogis beliebt. Nicoya gilt außerdem als eine der „Blue Zones“, in denen Menschen überdurchschnittlich alt werden.
Weitere Highlights
- Río Celeste: Ein Fluss mit leuchtend himmelblauem Wasser im Nationalpark Tenorio
- Vulkan Poás und Irazú: Kraterseen nahe San José
- Uvita: Der Marino Ballena Nationalpark mit einer Sandbank in Form einer Walflosse
Route: zwei bis drei Wochen
- Tag 1: Ankunft in San José
- Tag 2–4: Tortuguero
- Tag 5–7: Arenal und La Fortuna
- Tag 8–9: Monteverde
- Tag 10–12: Manuel Antonio
- Tag 13–16: Uvita und Osa-Halbinsel
Beste Reisezeit
Die Trockenzeit, die „Verano“, dauert etwa von Dezember bis April. Die Regenzeit, die „grüne Saison“, ist von Mai bis November, mit meist sonnigen Vormittagen und Regen am Nachmittag. An der Karibikküste sind September und Oktober oft trockener.
Anreise und Fortbewegung
Von Wien fliegst du mit einem Umstieg, etwa über Madrid, Frankfurt oder Amsterdam, nach San José oder Liberia. Österreicher können für touristische Aufenthalte in der Regel ohne Visum einreisen. Ein Mietwagen, oft mit Allradantrieb, bietet die meiste Flexibilität. Alternativ gibt es Shuttlebusse zwischen den Hauptzielen.
Kosten
Costa Rica ist das teuerste Land Mittelamerikas. Nationalparks, Touren und Unterkünfte kosten oft ähnlich viel wie in Europa. In einfachen Lokalen, den Sodas, isst du günstig ein Casado mit Reis, Bohnen, Salat, Kochbananen und Fleisch oder Fisch.
Weitere Ziele in der Region findest du in unserem Beitrag über Mexiko.
Häufige Fragen
Ist Costa Rica sicher?
Costa Rica gilt als eines der sichersten Länder Lateinamerikas. Lass keine Wertsachen im Auto.
Wo sehe ich Faultiere?
In Manuel Antonio, La Fortuna, Monteverde und an der Südkaribik. Ein Guide mit Fernrohr hilft enorm.
Brauche ich einen Allradwagen?
Für viele Nebenstraßen und in der Regenzeit ist ein Allradwagen empfehlenswert.