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Streetfood auf den Philippinen: Gerichte, die du probieren musst, und wo du sie findest

Gegrillte Spieße, knuspriges Lechon und das bunte Dessert Halo-Halo: Diese Streetfood-Gerichte auf den Philippinen solltest du probieren, inklusive Tipps zu…

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
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Die philippinische Küche ist eine Mischung aus malaiischen, chinesischen, spanischen und amerikanischen Einflüssen. Sie ist herzhaft, oft süß-sauer und lebt von Essig, Knoblauch, Sojasauce und Calamansi, einer kleinen Zitrusfrucht. Auf den Straßen von Manila, Cebu oder Davao findest du an jeder Ecke Grillstände, fahrbare Garküchen und kleine Lokale, die Carinderias. Hier sind die Gerichte, die du probieren solltest.

Vom Grill: Spieße und Innereien

  • Pork Barbecue: Süß marinierte Schweinefleischspieße, der Klassiker schlechthin
  • Isaw: Gegrillte Hühner- oder Schweinedärme am Spieß, mit Essig-Dip
  • Betamax: Würfel aus geronnenem Blut, benannt nach der alten Videokassette
  • Adidas: Gegrillte Hühnerfüße, der Name ist eine Anspielung auf die Sportmarke
  • Helmet: Gegrillte Hühnerköpfe

Die Spieße werden meist in verschiedene Essigsorten mit Chili, Zwiebel und Knoblauch getaucht.

Frittiertes

  • Kwek-Kwek: Wachteleier in orangefarbenem Teig
  • Tokneneng: Die Variante mit Hühner- oder Enteneiern
  • Fishballs und Squidballs: Frittierte Fisch- und Tintenfischbällchen mit süßer oder scharfer Sauce
  • Turon: Banane und Jackfrucht in Frühlingsrollenteig, karamellisiert
  • Banana Cue: Saba-Bananen in braunem Zucker gebraten, am Spieß
  • Chicharon: Knusprige Schweineschwarte

Balut: die Mutprobe

Balut ist ein angebrütetes Entenei, das gekocht und mit Salz oder Essig gegessen wird. Für Einheimische ist es ein normaler Snack, oft abends von Straßenverkäufern angeboten. Für viele Reisende ist es eine Mutprobe. Man trinkt zuerst die Flüssigkeit und isst dann das Innere.

Gerichte aus Carinderias

In den kleinen Garküchen zeigst du einfach auf die Töpfe in der Auslage. Klassiker sind:

  • Adobo: Huhn oder Schwein in Essig, Sojasauce, Knoblauch und Lorbeer geschmort, das inoffizielle Nationalgericht
  • Sinigang: Eine saure Suppe mit Tamarinde, Gemüse und Schweinefleisch oder Garnelen
  • Kare-Kare: Ochsenschwanz in Erdnusssauce mit Garnelenpaste
  • Sisig: Gehacktes, knusprig gebratenes Schweinefleisch auf heißer Platte, ursprünglich aus Pampanga
  • Pancit: Gebratene Nudeln in vielen regionalen Varianten

Lechon: das Festessen

Lechon ist ein am Spieß gegrilltes Spanferkel mit knuspriger Haut. Die Insel Cebu gilt als Heimat des besten Lechon, dort wird das Ferkel mit Zitronengras, Knoblauch und Gewürzen gefüllt, sodass es keine Sauce braucht. In Cebu City kannst du Lechon in vielen Lokalen auch in kleinen Portionen kaufen.

Süßes

  • Halo-Halo: Das bekannteste Dessert, übersetzt „Mischmasch“: Crushed Ice mit Kondensmilch, süßen Bohnen, Früchten, Gelee, Ube-Eis und Leche Flan
  • Taho: Warmer Seidentofu mit Sirup und Tapiokaperlen, morgens von Straßenverkäufern angeboten
  • Bibingka und Puto Bumbong: Reiskuchen, besonders zur Weihnachtszeit
  • Ube: Violette Yamswurzel in Kuchen, Eis und Gebäck

Wo du am besten isst

  • Manila: Binondo, die älteste Chinatown der Welt, mit Food Walks; dazu die Nachtmärkte in Quezon City
  • Cebu City: Lechon und der Nachtmarkt Larsian mit Grillständen
  • Pampanga: Die kulinarische Hauptstadt der Philippinen und Heimat des Sisig
  • Davao: Durian und tropische Früchte

Auch auf Inseln wie Palawan findest du frischen Fisch vom Grill direkt am Strand.

Frühstück auf Philippinisch

Ein typisches Frühstück heißt Silog: Knoblauchreis (Sinangag) mit Spiegelei (Itlog) und einer Beilage. Bei Tapsilog ist es mariniertes Rindfleisch, bei Longsilog süße Wurst (Longganisa), bei Tocilog süßlich mariniertes Schweinefleisch. Dazu gibt es oft eine Tasse Kapeng Barako, einen kräftigen Kaffee aus Batangas.

Esskultur

Philippiner essen traditionell mit Löffel und Gabel, wobei der Löffel zum Essen dient und die Gabel zum Schieben. Bei manchen Gelegenheiten wird auch mit den Händen gegessen, etwa bei einem Boodle Fight, bei dem Reis und Gerichte auf Bananenblättern über einen langen Tisch verteilt werden. Merienda, die Zwischenmahlzeit am Nachmittag, ist ein fester Teil des Tages.

Kosten

Streetfood ist sehr günstig. Ein Spieß kostet oft nur wenige Pesos, eine Mahlzeit in einer Carinderia mit Reis meist umgerechnet ein bis drei Euro.

Tipps für sicheren Genuss

  • Iss dort, wo viele Einheimische anstehen, dann ist das Essen frisch
  • Bevorzuge Gegrilltes und Frittiertes, das frisch und heiß zubereitet wird
  • Trinke Wasser aus Flaschen und sei bei Eis vorsichtig, wenn du einen empfindlichen Magen hast
  • Nimm Bargeld in kleinen Scheinen mit

Mehr Strände und Inseln findest du in unserem Beitrag über die schönsten Strände der Philippinen.

Häufige Fragen

Was ist das Nationalgericht der Philippinen?

Adobo gilt als inoffizielles Nationalgericht.

Ist Streetfood auf den Philippinen sicher?

Meist ja, wenn du auf frische Zubereitung und viel Kundschaft achtest.

Ist das Essen scharf?

Die philippinische Küche ist eher mild. Schärfe kommt meist über Chili-Essig, den du selbst dosierst.

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