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Chile

Chile Reise: Von der Atacama-Wüste bis Patagonien, die schönsten Naturwunder

Die trockenste Wüste der Welt, Vulkane, Seen und die Gletscher Patagoniens: So bereist du Chile von Nord bis Süd, mit den schönsten Naturwundern, einer Route…

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
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Chile erstreckt sich über rund 4.300 Kilometer entlang der Westküste Südamerikas, ist aber im Durchschnitt nur etwa 180 Kilometer breit. Auf dieser Länge findest du fast alle Klimazonen der Erde: die Atacama-Wüste im Norden, Weinberge in der Mitte, Vulkane und Seen im Süden und die Gletscher Patagoniens am Ende des Kontinents. Dazu kommt die geheimnisvolle Osterinsel mitten im Pazifik.

Atacama-Wüste

Die Atacama gilt als trockenste nicht-polare Wüste der Welt. Ausgangspunkt ist das Oasendorf San Pedro de Atacama auf rund 2.400 Metern.

  • Valle de la Luna: Mondähnliche Landschaft mit Salzformationen, am schönsten zum Sonnenuntergang
  • El-Tatio-Geysire: Eines der größten Geysirfelder der Welt auf über 4.000 Metern, am besten bei Sonnenaufgang
  • Lagunas Altiplánicas: Türkisfarbene Hochlandseen mit Vulkanen im Hintergrund
  • Salar de Atacama: Ein Salzsee mit Flamingos in der Laguna Chaxa
  • Laguna Cejar: Ein salziger See, in dem du ähnlich wie im Toten Meer schwimmst
  • Sternenhimmel: Dank klarer Luft einer der besten Orte der Welt für Astronomie, mit großen Observatorien wie ALMA

Plane wegen der Höhe ein bis zwei Tage zur Akklimatisierung ein, bevor du die höchsten Ziele besuchst.

Santiago und Valparaíso

Die Hauptstadt Santiago liegt im Zentraltal vor der Kulisse der Anden. Vom Hügel San Cristóbal und vom Hochhaus Sky Costanera blickst du über die Stadt. Sehenswert sind die Plaza de Armas, das Museum der Erinnerung und der Menschenrechte, die Viertel Lastarria und Bellavista sowie der Mercado Central.

Zwei Stunden westlich liegt die Hafenstadt Valparaíso, UNESCO-Welterbe. Bunte Häuser ziehen sich die Hügel hinauf, Standseilbahnen verbinden Hafen und Viertel, und an den Wänden findest du großartige Streetart. Ein Haus des Dichters Pablo Neruda, La Sebastiana, ist heute ein Museum.

Wein

Chile ist eines der bekanntesten Weinländer der Neuen Welt. Die Rebsorte Carménère, in Europa fast verschwunden, wurde hier wiederentdeckt. Die Täler Casablanca, Maipo und Colchagua bieten Weingüter für Verkostungen.

Seenregion und Vulkane

Im Süden liegt die Seenregion mit grünen Wäldern, Seen und schneebedeckten Vulkanen.

  • Pucón: Am Fuß des aktiven Vulkans Villarrica, mit Thermalquellen und Outdoor-Aktivitäten
  • Puerto Varas: Deutsch geprägte Kleinstadt am Llanquihue-See mit Blick auf den Vulkan Osorno
  • Saltos del Petrohué: Wasserfälle über Lavagestein
  • Nationalpark Vicente Pérez Rosales: Der älteste Nationalpark Chiles

Chiloé

Die Insel Chiloé ist bekannt für ihre Holzkirchen, die UNESCO-Welterbe sind, für Pfahlbauten, die Palafitos, in Castro und für ihre eigene Mythologie. Probiere Curanto, ein Gericht aus Meeresfrüchten, Fleisch und Kartoffeln, das in einem Erdloch auf heißen Steinen gegart wird.

Carretera Austral

Die Carretera Austral führt über rund 1.200 Kilometer durch das nördliche Patagonien, größtenteils auf Schotter. Unterwegs liegen Gletscher, Fjorde, Nationalparks wie Pumalín und Patagonia sowie die Marmorkapellen im Lago General Carrera, Höhlen aus Marmor mit blauem Wasser. Für einen Roadtrip brauchst du Zeit und ein robustes Fahrzeug.

Torres del Paine

Der Nationalpark Torres del Paine in Patagonien ist einer der spektakulärsten der Welt. Die drei Granittürme, die Cuernos del Paine, der Grey-Gletscher und türkisfarbene Seen machen ihn zum Ziel für Wanderer.

  • W-Trek: Vier bis fünf Tage zu den Highlights
  • O-Trek: Die komplette Runde in rund acht bis zehn Tagen
  • Tageswanderung zur Base Las Torres: Anstrengend, aber machbar

Für Mehrtagestouren musst du Refugios oder Campingplätze im Voraus reservieren. Rechne in Patagonien immer mit starkem Wind und schnell wechselndem Wetter.

Osterinsel

Die Osterinsel (Rapa Nui) liegt rund 3.700 Kilometer vor der Küste. Hier stehen die berühmten Moai, monumentale Steinfiguren der Rapa-Nui-Kultur. Höhepunkte sind die 15 Moai am Ahu Tongariki, der Steinbruch Rano Raraku und der Sandstrand Anakena. Für den Nationalpark Rapa Nui ist ein Ticket nötig, und viele Stätten dürfen nur mit lizenziertem Guide besucht werden. Flüge gibt es ab Santiago.

Route: drei Wochen Chile

  1. Tag 1–3: Santiago und Valparaíso
  2. Tag 4–7: San Pedro de Atacama
  3. Tag 8–11: Seenregion mit Puerto Varas und Pucón
  4. Tag 12–13: Chiloé
  5. Tag 14–20: Patagonien mit Torres del Paine

Wegen der großen Entfernungen nutzt du für viele Strecken Inlandsflüge.

Beste Reisezeit

Für Patagonien und die Seenregion ist der Südsommer von November bis März ideal. Die Atacama kannst du ganzjährig besuchen, im Winter wird es nachts sehr kalt. Santiago ist im Frühling und Herbst am angenehmsten.

Anreise und Kosten

Von Wien fliegst du mit einem Umstieg, etwa über Madrid oder São Paulo, nach Santiago. Österreicher können für touristische Aufenthalte in der Regel ohne Visum einreisen. Chile ist eines der teureren Länder Südamerikas, besonders Patagonien und die Atacama-Touren. Weitere Ziele in Südamerika findest du in unseren Beiträgen über Peru und Brasilien.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für Chile?

Mindestens drei Wochen, um mehrere Regionen zu sehen.

Ist Chile sicher?

Chile gilt als eines der sichereren Länder Südamerikas. In Santiago und Valparaíso solltest du auf Taschendiebe achten.

Wann ist die beste Zeit für Torres del Paine?

Von Dezember bis März, mit den längsten Tagen und den meisten geöffneten Hütten.

Unterkünfte in Santiago de Chile

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