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Frankreich

Marseille Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Orte zwischen Vieux-Port und Calanques

Hafenflair, Altstadtgassen und türkisfarbene Buchten: Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marseille und Tipps, wie du Frankreichs älteste Stadt am besten…

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
Marseille Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Orte zwischen Vieux-Port und Calanques
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Marseille ist Frankreichs älteste Stadt, gegründet um 600 vor Christus von griechischen Seefahrern. Die Hafenmetropole ist laut, multikulturell und ganz anders als die herausgeputzten Orte der Côte d'Azur. Genau das macht ihren Reiz aus: Fischmärkte, steile Altstadtgassen, moderne Architektur und direkt vor der Stadt einige der schönsten Buchten des Mittelmeers.

Vieux-Port: der Alte Hafen

Am Vieux-Port schlägt das Herz der Stadt. Morgens verkaufen Fischer ihren Fang direkt am Quai des Belges. Unter dem verspiegelten Dach des Ombrière von Norman Foster siehst du dich selbst von oben. Von hier starten Boote zu den Frioul-Inseln, zum Château d'If und in die Calanques. Ein Spaziergang zu den Forts Saint-Jean und Saint-Nicolas an der Hafeneinfahrt lohnt sich.

Notre-Dame de la Garde

Hoch über der Stadt wacht die Basilika Notre-Dame de la Garde, liebevoll „La Bonne Mère“ genannt. Die goldene Marienstatue auf dem Turm ist das Wahrzeichen Marseilles. Innen erinnern Schiffsmodelle und Votivbilder an Seeleute, die um Schutz baten. Der Blick über Stadt, Hafen und Inseln ist grandios. Hinauf gelangst du zu Fuß, mit dem Bus 60 oder dem Touristenzug.

Le Panier: die Altstadt

Das Viertel Le Panier ist das älteste der Stadt. Enge Gassen, bunte Häuserfassaden, Street Art und kleine Läden machen es zum schönsten Ort für einen Bummel. Die Vieille Charité, ein ehemaliges Armenhaus aus dem 17. Jahrhundert mit einer Kapelle im Innenhof, beherbergt heute Museen.

MuCEM und Kathedrale La Major

Das MuCEM (Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers) besticht durch seine Architektur: ein Würfel, umhüllt von einem filigranen Betongitter. Über eine Fußgängerbrücke gelangst du zum Fort Saint-Jean mit Gärten und Ausblick. Daneben steht die Kathedrale La Major im neobyzantinischen Stil mit gestreifter Fassade.

Calanques: Fjorde des Mittelmeers

Zwischen Marseille und Cassis erstreckt sich der Nationalpark der Calanques. Weiße Kalkfelsen fallen steil ins türkisfarbene Wasser, in kleinen Buchten kannst du baden. Die bekanntesten Calanques sind Sormiou, Morgiou, En-Vau und Sugiton.

  • Erreichbar zu Fuß auf Wanderwegen, mit dem Boot oder teilweise mit dem Auto in der Nebensaison
  • Für Sugiton gilt im Sommer zeitweise eine kostenlose Reservierungspflicht, um die Besucherzahl zu begrenzen
  • Bei hoher Waldbrandgefahr werden die Wege im Sommer gesperrt, prüfe vor dem Ausflug die Zugangsampel
  • Nimm genug Wasser mit, es gibt kaum Schatten und keine Versorgung

Château d'If und Frioul-Inseln

Die Festung Château d'If auf einer kleinen Insel vor dem Hafen wurde durch Alexandre Dumas' Roman „Der Graf von Monte Christo“ berühmt. Die Fähre hält anschließend auf den Frioul-Inseln mit kleinen Buchten und Wanderwegen.

Strände in der Stadt

Die Plages du Prado sind breite, künstlich angelegte Strände im Süden. Der kleine Hafen Vallon des Auffes mit seinen Fischerhäusern ist besonders bei Sonnenuntergang schön. Die Corniche Kennedy bietet Ausblicke und Badestellen entlang der Küste.

Essen in Marseille

Die berühmteste Spezialität ist die Bouillabaisse, eine Fischsuppe, die traditionell in zwei Gängen serviert wird: erst die Suppe mit Rouille und Croûtons, dann der Fisch. Eine echte Bouillabaisse ist teuer, weil frischer Felsenfisch verwendet wird. Günstigere Alternativen sind Panisse (frittierte Kichererbsenstreifen), Navettes (Gebäck mit Orangenblüte) und die Küche der Märkte im Viertel Noailles mit nordafrikanischen Einflüssen.

Anreise und Fortbewegung

Der Flughafen Marseille-Provence liegt etwa 25 Kilometer vom Zentrum entfernt, ein Shuttlebus fährt zum Bahnhof Saint-Charles. Mit dem TGV bist du in rund drei Stunden in Paris. In der Stadt nutzt du Metro, Straßenbahn und Busse. Für die Calanques und Ausflüge nach Cassis oder Aix-en-Provence sind Bus und Zug gute Optionen.

Sicherheit

Marseille hat einen schlechten Ruf, die touristischen Viertel sind aber in der Regel sicher. Achte wie in jeder Großstadt auf Taschendiebe, besonders rund um den Bahnhof und am Hafen, und meide nachts abgelegene Gegenden.

Häufige Fragen

Wie viele Tage brauche ich für Marseille?

Zwei bis drei Tage reichen für die Stadt und einen Tag in den Calanques.

Lohnt sich ein Ausflug nach Cassis?

Ja, das hübsche Hafenstädtchen ist mit dem Bus in rund 45 Minuten erreichbar und Ausgangspunkt für Bootstouren zu den Calanques.

Wann ist die beste Reisezeit für Marseille?

Mai, Juni und September sind ideal. Im Juli und August ist es heiß und die Calanques sind wegen Brandgefahr häufig gesperrt.

Weiter entlang der Küste: Nizza und Monaco.

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