Phu Quoc ist Vietnams größte Insel und liegt im Golf von Thailand, näher an Kambodscha als am vietnamesischen Festland. Lange war sie ein Geheimtipp, heute ist sie mit großen Resorts und Freizeitparks eines der wichtigsten Urlaubsziele des Landes. Abseits davon gibt es aber noch Fischerdörfer, Regenwald und lokale Traditionen. Hier findest du die besten Sehenswürdigkeiten der Insel. Unsere Strand-Empfehlungen haben wir in einem eigenen Beitrag über die Strände von Phu Quoc zusammengefasst.
Hon-Thom-Seilbahn
Im Süden der Insel startet eine der längsten Dreiseil-Umlaufbahnen der Welt. Die Seilbahn nach Hon Thom überquert rund acht Kilometer Meer und mehrere kleine Inseln. Die Aussicht auf die bunten Fischerboote im Hafen von An Thoi und das türkisfarbene Wasser ist spektakulär. Auf Hon Thom gibt es einen Wasserpark und Strände. Gehe am Vormittag, wenn das Licht klar ist.
Sunset Town und Kiss Bridge
In der Nähe der Seilbahn-Talstation liegt Sunset Town, ein im mediterranen Stil errichtetes Viertel. Die „Kiss Bridge“, deren zwei Hälften sich in der Mitte nicht ganz berühren, ist ein beliebter Fotospot zum Sonnenuntergang. Am Abend gibt es Licht- und Feuerwerksshows. Das Ganze ist künstlich, aber sehenswert.
Duong Dong und der Nachtmarkt
Der Hauptort Duong Dong ist das Zentrum des Insellebens. Abends öffnet der Nachtmarkt, auf dem du frische Meeresfrüchte auswählst und direkt grillen lässt. Probiere Seeigel, Jakobsmuscheln mit Frühlingszwiebelöl und Gỏi cá trích, einen Salat aus rohem Hering, eine Spezialität der Insel. Frühmorgens zeigt der Markt von Duong Dong das echte Inselleben. Am Hafen steht der kleine Tempel Dinh Cau auf einem Felsen, ein Schrein für Fischer.
Fischsoße und Pfeffer
Phu Quoc ist berühmt für seine Fischsoße (nước mắm). In den Manufakturen gärt Sardellen mit Salz monatelang in riesigen Holzfässern. Viele Betriebe lassen sich kostenlos besichtigen. Beachte, dass Fischsoße in Flugzeugen meist nicht mitgenommen werden darf.
Ebenso bekannt ist der Pfeffer von Phu Quoc. Auf den Pfefferfarmen siehst du die Pflanzen an hohen Stangen und kannst frischen schwarzen, roten und weißen Pfeffer kaufen, ein gutes Mitbringsel.
Perlenfarmen
Rund um die Insel werden Perlen gezüchtet. In Schauräumen siehst du, wie Perlen aus Muscheln gewonnen werden. Achte beim Kauf auf seriöse Anbieter, da nicht alle Perlen aus Phu Quoc stammen.
Gefängnis von Phu Quoc
Das Coconut Tree Prison im Süden war während des Indochina- und Vietnamkriegs ein Gefangenenlager. Heute ist es eine Gedenkstätte mit Nachbildungen, die die harten Haftbedingungen zeigen. Ein bedrückender, aber wichtiger Ort für das Verständnis der Geschichte.
Nationalpark und Wasserfälle
Mehr als die Hälfte der Insel gehört zum Phu-Quoc-Nationalpark mit tropischem Wald im Norden. Der Wasserfall Suoi Tranh führt vor allem in der Regenzeit Wasser. In der Trockenzeit ist er oft nur ein Rinnsal.
Inselhopping im Süden
Bootstouren ab An Thoi führen zu den An-Thoi-Inseln wie Hon May Rut oder Hon Gam Ghi. Hier schnorchelst du über Korallen und badest an kleinen, ruhigen Stränden. Die Touren beinhalten meist Mittagessen an Bord und Angeln.
Freizeitparks im Norden
Im Norden befinden sich große Anlagen wie der Vergnügungspark VinWonders, ein Safaripark und der Grand World mit nachgebauten venezianischen Kanälen. Sie sind besonders für Familien interessant.
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von November bis April mit ruhigem Meer und viel Sonne. Von Mai bis Oktober herrscht Regenzeit, mit stärkerem Wellengang an der Westküste. Dafür sind die Preise niedriger, und die Natur ist besonders grün.
Anreise und Fortbewegung
Phu Quoc hat einen internationalen Flughafen mit Verbindungen von Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi und teilweise aus dem Ausland. Fähren verbinden die Insel mit Rach Gia und Ha Tien. Für ausländische Touristen gilt eine Sonderregelung, die visumfreie Aufenthalte nur auf der Insel ermöglicht. Prüfe die aktuellen Bedingungen vor der Reise. Auf der Insel bewegst du dich mit Grab, Taxi oder Roller.
Häufige Fragen
Wie viele Tage brauche ich für Phu Quoc?
Vier bis fünf Tage reichen für Sehenswürdigkeiten und Strandzeit. Für pure Entspannung kannst du gut eine Woche bleiben.
Ist Phu Quoc ein gutes Ziel für Familien?
Ja, mit ruhigen Stränden, Freizeitparks und Safari ist die Insel sehr familienfreundlich.
Lässt sich Phu Quoc mit einer Vietnam Rundreise kombinieren?
Ja, die Insel ist der perfekte Abschluss einer Vietnam Rundreise, am besten nach dem Mekong-Delta.