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Dänemark

Färöer Inseln Reise: Wasserfälle, Klippen, Papageitaucher und Tipps für den Norden

Grüne Klippen, Wasserfälle ins Meer und Papageitaucher: So erlebst du die Färöer Inseln, mit den schönsten Orten, Wanderungen, Regeln, Reisezeit und Tipps zur…

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
Färöer Inseln
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Die Färöer Inseln liegen im Nordatlantik zwischen Schottland, Norwegen und Island. Die 18 Inseln gehören zum Königreich Dänemark, sind aber weitgehend autonom und nicht Teil der EU. Steile Klippen, grasbewachsene Hänge, Wasserfälle, die direkt ins Meer stürzen, und kleine Dörfer mit Grasdächern machen die Landschaft einzigartig. Auf den Inseln leben rund 55.000 Menschen und deutlich mehr Schafe, worauf auch der Name „Schafsinseln“ zurückgeht.

Vágar: Múlafossur und Sørvágsvatn

Auf der Flughafeninsel Vágar liegen zwei der berühmtesten Motive der Färöer:

  • Múlafossur: Ein Wasserfall beim Dorf Gásadalur, der über eine Klippe direkt in den Atlantik fällt
  • Sørvágsvatn (Leitisvatn): Ein See, der durch eine optische Täuschung scheinbar hoch über dem Meer schwebt. Die Wanderung zur Klippe Trælanípa dauert rund eine Stunde pro Strecke und ist gebührenpflichtig.

Mykines: Papageitaucher

Die kleine Insel Mykines im Westen ist im Sommer Heimat Tausender Papageitaucher. Von etwa Mai bis August brüten sie in Erdhöhlen an den Hängen. Die Anreise erfolgt per Fähre oder Hubschrauber, beides ist wetterabhängig. Für den Wanderweg zum Leuchtturm wird eine Gebühr erhoben, und die Besucherzahl ist begrenzt. Buche Fähre und Wanderung frühzeitig.

Streymoy: Saksun und Tórshavn

Tórshavn ist eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Auf der Halbinsel Tinganes stehen rote Holzhäuser mit Grasdächern, in denen die Regierung sitzt. Das färöische Parlament, der Løgting, gilt als eines der ältesten der Welt. In der Stadt gibt es Cafés, das Nordische Haus und Restaurants mit nordischer Küche.

Im Norden von Streymoy liegt das Dorf Saksun mit einer Grasdachkirche an einer Lagune, die bei Ebbe trockenfällt. Ebenfalls sehenswert ist Kirkjubøur mit der Ruine der Magnus-Kathedrale und einem der ältesten bewohnten Holzhäuser Europas.

Eysturoy: Gjógv und Slættaratindur

Das Dorf Gjógv auf Eysturoy liegt an einer natürlichen Schlucht, die als Hafen dient. In der Nähe ragt der Slættaratindur auf, mit 880 Metern der höchste Berg der Färöer. Bei klarem Wetter siehst du vom Gipfel alle Inseln. In Funningur steht eine der ältesten Holzkirchen des Landes.

Kalsoy: Kallur-Leuchtturm

Auf der schmalen Insel Kalsoy führt eine Wanderung zum Kallur-Leuchtturm auf einer Klippe. Der Blick über die zerklüftete Küste ist spektakulär, bekannt auch aus einem James-Bond-Film. Der Weg ist gebührenpflichtig und bei Nebel oder Wind gefährlich. Im Dorf Mikladalur steht die Statue der Robbenfrau Kópakonan, einer bekannten Sage der Inseln.

Tunnel und Infrastruktur

Die Färöer sind durch ein beeindruckendes Netz aus Brücken, Fähren und Unterwassertunneln verbunden. Der Eysturoyartunnilin hat unter dem Meer einen Kreisverkehr mit Kunstinstallation. Der neue Sandoyartunnilin verbindet die Insel Sandoy. Für einige Tunnel wird eine Maut erhoben, die meist automatisch über das Mietauto abgerechnet wird.

Wanderungen und Gebühren

Viele Wanderwege führen über Privatland. Für einige beliebte Wege erheben die Landbesitzer deshalb eine Wandergebühr, etwa zum Trælanípa, zum Kallur-Leuchtturm und auf Mykines. Bleibe auf den markierten Wegen, halte Abstand von Klippenkanten und störe keine Schafe oder Vögel.

Wetter

Das Wetter auf den Färöern ist sehr wechselhaft. Ein bekanntes Sprichwort sagt, man erlebe vier Jahreszeiten an einem Tag. Die Temperaturen liegen im Sommer meist um die 10 bis 14 Grad, im Winter um 3 bis 5 Grad. Nebel, Regen und Wind sind häufig. Plane flexible Tage ein und hab immer wasserdichte Kleidung dabei.

Essen

Die traditionelle Küche basiert auf Fisch, Lamm und fermentierten Produkten. Bekannt ist Ræst, luftgetrocknetes und fermentiertes Fleisch oder Fisch. In Heimablídni, Abendessen bei Einheimischen zu Hause, lernst du die Küche authentisch kennen. Die Färöer sind außerdem für ihren Lachs bekannt.

Kontroverse: Grindadráp

Die traditionelle Grindwaljagd, der Grindadráp, ist international umstritten. Sie wird von einem Teil der Bevölkerung als Kulturtradition verteidigt und von Tierschutzorganisationen scharf kritisiert. Wer die Inseln besucht, sollte sich der Debatte bewusst sein.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit ist von Mai bis August, mit langen Tagen und Papageitauchern. Im Juni geht die Sonne kaum unter. Im Herbst und Winter ist es ruhiger, die Wanderwege sind aber oft schwierig, und manche Unterkünfte und Fähren fahren seltener.

Anreise und Kosten

Die Fluggesellschaft Atlantic Airways fliegt von Kopenhagen, Edinburgh und weiteren Städten nach Vágar, im Sommer gibt es zusätzliche Verbindungen. Von Wien reist du mit einem Umstieg an. Ein Mietwagen ist praktisch, da Busse auf manchen Strecken selten fahren. Die Färöer sind teuer, mit Preisen auf dänischem oder höherem Niveau. Gezahlt wird mit der Färöischen Krone, die an die Dänische Krone gebunden ist. Wer ähnliche Landschaften liebt, findet Inspiration in unserem Beitrag über Island.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für die Färöer?

Fünf bis sieben Tage, mit Puffer für schlechtes Wetter.

Brauche ich ein Auto?

Für maximale Flexibilität ja. Mit Bus und Fähre geht es auch, erfordert aber mehr Planung.

Sind die Färöer Teil der EU?

Nein, sie gehören zu Dänemark, aber nicht zur EU. Für Österreicher reicht für die Einreise in der Regel ein gültiger Reisepass oder Personalausweis.

Unterkünfte in Tórshavn

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