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Südafrika

Madagaskar Reise: Baobabs, Lemuren, Tsingy und die schönsten Nationalparks

Lemuren, Baobab-Alleen und Felsnadeln: Madagaskar ist eine Welt für sich. Hier findest du die schönsten Nationalparks, eine klassische Route und Tipps für…

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
Madagascar
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Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt und liegt vor der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean. Weil sich die Insel vor rund 88 Millionen Jahren vom indischen Subkontinent trennte, entwickelte sich hier eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Rund 90 Prozent der Wildtiere und Pflanzen kommen nirgendwo sonst vor, darunter alle Lemurenarten. Madagaskar ist ein Abenteuer mit langen Fahrten und einfacher Infrastruktur, belohnt aber mit unvergesslichen Naturerlebnissen.

Lemuren

Die Lemuren sind die Stars der Insel. Es gibt über 100 Arten, vom winzigen Mausmaki bis zum Indri, der mit seinem gesangsähnlichen Ruf durch den Regenwald hallt. Viele Arten sind stark gefährdet.

  • Andasibe-Mantadia: Rund vier Stunden von der Hauptstadt, bekannt für Indris und Nachtwanderungen
  • Ranomafana: Regenwald mit dem Goldenen Bambuslemur
  • Anja Community Reserve: Kattas in einem Gemeindeschutzgebiet an der RN7
  • Berenty: Ein privates Reservat im Süden mit tanzenden Sifakas

Allee der Baobabs

Nahe Morondava an der Westküste säumen bis zu 30 Meter hohe Grandidier-Baobabs eine Sandpiste. Bei Sonnenuntergang leuchten die Stämme orange und rot, ein ikonisches Fotomotiv. In der Nähe stehen auch die ineinander verschlungenen „Baobabs amoureux“.

Tsingy de Bemaraha

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha ist UNESCO-Welterbe. Messerscharfe Kalksteinnadeln ragen hier aus dem Boden. Über Hängebrücken, Leitern und Klettersteige erkundest du die Grand Tsingy und die Petits Tsingy. Die Anreise von Morondava über Sandpisten und Flussfähren dauert lang und ist nur in der Trockenzeit möglich.

Route Nationale 7

Die RN7 führt von der Hauptstadt Antananarivo durch das Hochland nach Süden bis Toliara. Unterwegs liegen:

  • Antsirabe: Bekannt für bunte Rikschas, die Pousse-Pousse
  • Ambositra: Zentrum der Holzschnitzkunst
  • Ranomafana: Regenwald und heiße Quellen
  • Isalo-Nationalpark: Sandsteinschluchten, Naturpools und Kattas, oft mit dem amerikanischen Westen verglichen
  • Ifaty und Anakao: Strände und Korallenriffe an der Südwestküste

Nosy Be und der Norden

Nosy Be ist die bekannteste Badeinsel Madagaskars. Von hier aus machst du Bootsausflüge zu den Inseln Nosy Komba mit Lemuren, Nosy Iranja mit einer Sandbank und Nosy Tanikely zum Schnorcheln. Von Oktober bis Dezember siehst du mit Glück Walhaie. Im Norden liegen außerdem der Ankarana-Nationalpark mit Tsingy und Höhlen, der Amber-Mountain-Nationalpark und die Bucht von Diego Suarez.

Île Sainte-Marie

Vor der Ostküste liegt die Insel Sainte-Marie, früher ein Piratenstützpunkt. Von Juli bis September kommen hier Buckelwale in die Bucht, um ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Weitere Highlights

  • Chamäleons: Fast die Hälfte aller Chamäleonarten der Welt lebt auf Madagaskar
  • Vanille: Madagaskar ist einer der größten Vanilleproduzenten der Welt, besonders im Nordosten
  • Königlicher Hügel von Ambohimanga: Ein UNESCO-Welterbe nahe der Hauptstadt

Essen

Das Grundnahrungsmittel ist Reis, der zu fast jeder Mahlzeit gegessen wird. Dazu gibt es Romazava, einen Eintopf mit Rindfleisch und Blattgemüse, Ravitoto mit Maniokblättern und Schweinefleisch sowie Zebu-Steaks. An der Küste sind frischer Fisch und Meeresfrüchte allgegenwärtig. Ein beliebtes Getränk ist das Bier THB.

Route: zwei bis drei Wochen

  1. Tag 1–2: Antananarivo und Andasibe
  2. Tag 3–10: RN7 mit Antsirabe, Ranomafana, Isalo bis zur Küste
  3. Tag 11–14: Morondava, Baobab-Allee und Tsingy de Bemaraha
  4. Tag 15–18: Nosy Be zum Erholen

Innerlandflüge sparen Zeit, sind aber teurer und nicht immer pünktlich.

Reisezeit und Anreise

Die beste Zeit ist die Trockenzeit von April bis November, ideal von September bis November, wenn viele Lemuren Junge haben. Von Dezember bis März ist Regenzeit mit möglichen Zyklonen, viele Pisten sind dann unpassierbar. Von Wien fliegst du mit einem Umstieg, etwa über Paris, Istanbul oder Addis Abeba, nach Antananarivo. Für die Einreise brauchst du ein Visum, das online oder bei der Ankunft erhältlich ist. Informiere dich vorab beim BMEIA über Reisehinweise und empfohlene Impfungen.

Kosten und Transport

Madagaskar ist vor Ort günstig, die Wege sind jedoch lang. Viele Reisende mieten ein Auto mit Fahrer, was die Rundreise deutlich erleichtert. In den Nationalparks ist ein lokaler Guide Pflicht. Weitere Ziele in Afrika findest du in unseren Beiträgen über Südafrika und El Gouna.

Häufige Fragen

Ist Madagaskar sicher?

Die meisten Reisen verlaufen problemlos. Fahre nicht nachts über Land und informiere dich über die aktuelle Lage.

Wie viele Tage braucht man für Madagaskar?

Mindestens zwei Wochen, ideal sind drei Wochen.

Welche Sprache spricht man?

Malagasy und Französisch. Englisch ist außerhalb des Tourismus wenig verbreitet.

Unterkünfte in Antananarivo

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