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Bhutan

Bhutan Reise: Tigernest, Klöster und das Land des Bruttonationalglücks

Klöster an Felswänden, bunte Festivals und unberührte Natur im Himalaya: So bereist du Bhutan, inklusive aller Infos zu Gebühren, Visum, Reisezeit und Route.

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
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Das Königreich Bhutan im östlichen Himalaya zwischen Indien und China ist eines der ungewöhnlichsten Reiseziele der Welt. Das Land misst seinen Erfolg nicht nur am Bruttoinlandsprodukt, sondern am Bruttonationalglück. Über 70 Prozent der Fläche sind bewaldet, laut Verfassung müssen es mindestens 60 Prozent bleiben. Bhutan setzt auf einen Tourismus mit hohem Wert und wenig Masse. Das macht eine Reise teurer, aber auch besonders.

Wie funktioniert eine Reise nach Bhutan?

Für Bhutan brauchst du ein Visum, das über einen lizenzierten Reiseveranstalter oder das offizielle Portal beantragt wird. Zusätzlich wird pro Person und Nacht eine Sustainable Development Fee erhoben, die in Naturschutz, Bildung und Gesundheit fließt. Die Höhe der Gebühr wurde in den letzten Jahren mehrfach angepasst, informiere dich beim Tourism Council of Bhutan über den aktuellen Betrag. In vielen Regionen ist ein lizenzierter Guide vorgeschrieben. Die meisten Reisenden buchen eine Rundreise mit Guide, Fahrer, Unterkünften und Verpflegung.

Tigernest (Paro Taktsang)

Das Tigernest ist das bekannteste Kloster Bhutans. Es klebt rund 900 Meter über dem Paro-Tal an einer steilen Felswand. Der Legende nach flog Guru Rinpoche im 8. Jahrhundert auf dem Rücken einer Tigerin hierher, um zu meditieren. Der Aufstieg dauert zu Fuß zwei bis drei Stunden, auf halber Strecke gibt es ein Café mit Aussicht. Im Kloster darfst du nicht fotografieren.

Paro

Im Tal von Paro liegt der einzige internationale Flughafen des Landes. Sehenswert sind der Rinpung Dzong, eine Klosterburg über dem Fluss, das Nationalmuseum im alten Wachturm Ta Dzong und der Kyichu Lhakhang, einer der ältesten Tempel Bhutans.

Thimphu

Die Hauptstadt Thimphu ist eine der wenigen Hauptstädte ohne Ampeln, an der Hauptkreuzung regelt ein Polizist den Verkehr mit Handzeichen. Sehenswert sind:

  • Buddha Dordenma: Eine riesige goldene Buddha-Statue über der Stadt
  • Tashichho Dzong: Sitz der Regierung und des Mönchskörpers
  • National Memorial Chorten: Gläubige umrunden die Stupa im Uhrzeigersinn
  • Takin-Reservat: Mit dem Nationaltier, einer Mischung aus Ziege und Rind
  • Kunsthandwerksschule: Hier lernen junge Menschen die 13 traditionellen Künste

Punakha

Über den Dochula-Pass mit seinen 108 Chörten und bei gutem Wetter Himalaya-Blick fährst du ins tiefer gelegene Punakha. Der Punakha Dzong am Zusammenfluss zweier Flüsse gilt als der schönste Dzong des Landes, besonders im Frühling, wenn die Jacaranda-Bäume blühen. In der Nähe führt eine der längsten Hängebrücken Bhutans über den Fluss.

Bumthang und Phobjikha-Tal

Das Phobjikha-Tal ist ein Gletschertal, in dem jeden Winter seltene Schwarzhalskraniche überwintern. Weiter östlich liegt Bumthang, das spirituelle Herz Bhutans mit zahlreichen alten Tempeln.

Tsechu-Festivals

Bei den Tsechu-Festen führen Mönche und Laien in den Höfen der Dzongs Maskentänze auf. Die Menschen tragen ihre schönste traditionelle Kleidung, den Gho für Männer und die Kira für Frauen. Am bekanntesten sind das Paro Tsechu im Frühling und das Thimphu Tsechu im Herbst. Die Termine richten sich nach dem Mondkalender.

Wandern und Trekking

Bhutan bietet großartige Trekkingtouren. Der Druk Path Trek zwischen Paro und Thimphu dauert einige Tage und ist für trainierte Wanderer gut machbar. Der Snowman Trek gilt dagegen als eine der härtesten Trekkingtouren der Welt. Die Besteigung von Gipfeln über 6.000 Meter ist aus religiösen Gründen nicht erlaubt.

Essen

Das Nationalgericht ist Ema Datshi, Chilischoten in Käsesauce. In Bhutan gelten Chilis als Gemüse, nicht als Gewürz. Dazu gibt es oft roten Reis, Momos (Teigtaschen) und Buttertee, Suja.

Beste Reisezeit

Die besten Monate sind März bis Mai mit blühenden Rhododendren und September bis November mit klarer Sicht auf die Berge. Im Sommer ist Monsun, im Winter ist es in höheren Lagen kalt, aber oft sonnig.

Anreise

Paro wird nur von wenigen Fluggesellschaften angeflogen, etwa von Drukair und Bhutan Airlines, unter anderem ab Delhi, Kathmandu, Bangkok und Singapur. Der Anflug durch die Täler gilt als spektakulär. Alternativ ist die Einreise über Land aus Indien möglich. Kombiniere die Reise mit Thailand und lies dazu unseren Beitrag über Thailands Nationalparks.

Häufige Fragen

Kann ich Bhutan ohne Reiseveranstalter bereisen?

Das Visum kann seit einigen Jahren auch selbst beantragt werden, in vielen Regionen ist aber ein lizenzierter Guide Pflicht.

Wie viele Tage sollte ich einplanen?

Fünf bis sieben Tage für Paro, Thimphu und Punakha, zehn Tage oder mehr mit Bumthang.

Ist das Tigernest anstrengend?

Der Aufstieg ist steil, aber für durchschnittlich fitte Menschen machbar. Ein Teil der Strecke kann auf einem Pferd zurückgelegt werden.

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