Neuseeland liegt rund 2.000 Kilometer südöstlich von Australien im Südpazifik und ist für viele das ultimative Naturreiseziel. Auf zwei Hauptinseln findest du Fjorde, Gletscher, Vulkane, Geysire, Regenwälder und einsame Strände, oft nur wenige Autostunden voneinander entfernt. Dazu kommen die Kultur der Māori und Landschaften, die als Kulisse für die „Herr der Ringe“-Filme weltberühmt wurden.
Nordinsel
Auckland
Auckland ist die größte Stadt des Landes und meist der Ankunftsort. Die Stadt liegt zwischen zwei Häfen und rund 50 Vulkankegeln. Lohnend sind der Sky Tower, der Mount Eden und ein Fährausflug zur Weininsel Waiheke.
Bay of Islands
Im Norden liegt die Bay of Islands mit über 140 Inseln. In Waitangi wurde 1840 der Vertrag zwischen der britischen Krone und Māori-Häuptlingen unterzeichnet, der Gründungsvertrag Neuseelands.
Coromandel
Auf der Halbinsel Coromandel liegen die Felsbucht Cathedral Cove und der Hot Water Beach, wo du dir bei Ebbe einen eigenen Thermalpool in den Sand gräbst.
Waitomo und Hobbiton
In den Waitomo Caves leuchten Tausende Glühwürmchen an den Höhlendecken. Ganz in der Nähe liegt Hobbiton bei Matamata, das Filmset des Auenlandes, das nur bei Führungen zugänglich ist.
Rotorua
Rotorua ist ein Zentrum der Geothermie und der Māori-Kultur. Geysire wie der Pōhutu in Te Puia, brodelnde Schlammtöpfe und bunte Thermalbecken in Wai-O-Tapu prägen die Landschaft. Bei einem Hāngī-Abendessen werden Speisen im Erdofen gegart.
Tongariro Alpine Crossing
Das Tongariro Alpine Crossing gilt als eine der schönsten Tageswanderungen der Welt. Auf rund 20 Kilometern führt sie durch eine Vulkanlandschaft mit Kraterseen in Smaragdgrün, vorbei am Mount Ngauruhoe, der als Schicksalsberg bekannt wurde. Die Wanderung ist anspruchsvoll und wetterabhängig, für die Parkplätze an den Endpunkten gibt es Regeln und Shuttles.
Wellington
Die Hauptstadt Wellington ist klein, kreativ und windig. Das Nationalmuseum Te Papa ist kostenlos und eines der besten Museen des Landes. Von hier fährt die Fähre über die Cookstraße zur Südinsel.
Südinsel
Marlborough und Abel Tasman
Nach der Fährüberfahrt erreichst du die Weinregion Marlborough, bekannt für Sauvignon Blanc. Im Abel-Tasman-Nationalpark wanderst oder paddelst du entlang goldener Buchten.
Westküste und Gletscher
An der wilden Westküste liegen die Pancake Rocks bei Punakaiki und der Franz-Josef- und Fox-Gletscher, die sich wie viele Gletscher stark zurückziehen. Rundflüge mit Landung auf dem Eis sind ein Highlight.
Queenstown und Wanaka
Queenstown am Lake Wakatipu ist die Abenteuerhauptstadt der Welt mit Bungee-Jumping, Jetboot-Fahrten und Skigebieten. Im ruhigeren Wanaka steht der berühmte Baum im See, und der Roys Peak bietet einen spektakulären Ausblick.
Milford Sound und Fiordland
Der Milford Sound im Fiordland-Nationalpark ist der bekannteste Fjord Neuseelands. Steile Felswände, Wasserfälle und der Mitre Peak ragen direkt aus dem Wasser. Eine Bootsfahrt ist bei Regen fast noch eindrucksvoller, weil dann Hunderte Wasserfälle entstehen. Ruhiger ist der Doubtful Sound.
Aoraki/Mount Cook und Tekapo
Am Aoraki/Mount Cook, dem höchsten Berg des Landes, führt der Hooker Valley Track zu einem Gletschersee. Am türkisfarbenen Lake Tekapo steht die Church of the Good Shepherd, und das Gebiet ist ein Dark Sky Reserve mit einem herausragenden Sternenhimmel.
Route: drei Wochen Neuseeland
- Tag 1–2: Auckland
- Tag 3–4: Coromandel, Waitomo und Hobbiton
- Tag 5–6: Rotorua
- Tag 7–8: Tongariro und Wellington
- Tag 9–10: Fähre, Marlborough und Abel Tasman
- Tag 11–13: Westküste und Gletscher
- Tag 14–16: Wanaka und Queenstown
- Tag 17–18: Milford Sound
- Tag 19–21: Aoraki/Mount Cook, Tekapo und Christchurch
Campervan oder Mietwagen?
Viele Reisende erkunden Neuseeland mit dem Campervan. Wildcampen ist streng geregelt, und für Fahrzeuge ohne fest eingebaute Toilette gelten Einschränkungen. Plane Übernachtungen auf Campingplätzen ein, etwa auf den günstigen Plätzen des Department of Conservation. Ein Mietwagen mit Motels ist eine flexible Alternative. In Neuseeland gilt Linksverkehr, und die Fahrzeiten sind auf kurvigen Straßen länger, als die Kilometer vermuten lassen.
Beste Reisezeit
Der neuseeländische Sommer von Dezember bis Februar ist Hauptsaison. Angenehm und ruhiger sind März bis April mit Herbstfarben und Oktober bis November. Im Winter von Juni bis August locken Skigebiete in Queenstown und Wanaka.
Anreise und Einreise
Von Wien fliegst du mit ein bis zwei Umstiegen in rund 26 bis 30 Stunden nach Auckland oder Christchurch. Für die Einreise brauchst du eine elektronische Reisegenehmigung, die NZeTA, die mit einer Tourismusabgabe verbunden ist. Neuseeland hat strenge Biosicherheitsregeln: Lebensmittel, Wanderschuhe mit Erde und Campingausrüstung musst du deklarieren. Kombiniere die Reise mit Australien, etwa mit Sydney, oder mit der Südsee, wie Bora Bora.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man für Neuseeland?
Mindestens drei Wochen für beide Inseln, vier Wochen für eine entspannte Reise.
Nordinsel oder Südinsel?
Die Nordinsel bietet Vulkane, Geothermie und Māori-Kultur, die Südinsel Fjorde, Gletscher und Berge. Wer nur eine wählen kann, nimmt meist die Südinsel.
Ist Neuseeland teuer?
Ja, ähnlich wie Australien. Campervan, Selbstverpflegung und Campingplätze helfen beim Sparen.