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Rumänien Rundreise: Von Bukarest nach Sibiu durch Transsilvanien

Eine der schönsten Routen Osteuropas: Von Bukarest geht es über die Karpaten nach Brașov, Sighișoara und Sibiu. So planst du deine Rumänien Rundreise.

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
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Rumänien ist eines der unterschätztesten Reiseländer Europas. Zwischen der Hauptstadt Bukarest und der Kulturstadt Sibiu liegen die Karpaten, mittelalterliche Städte, Wehrkirchen und Burgen wie aus einem Märchenbuch. Das Land ist zudem deutlich günstiger als Westeuropa und von Österreich aus schnell erreichbar. Diese Route verbindet die wichtigsten Highlights in sieben bis zehn Tagen.

Station 1: Bukarest

Bukarest wird gerne unterschätzt. Die Stadt bietet Belle-Époque-Gebäude, die ihr einst den Beinamen „Paris des Ostens“ gaben, und monumentale Bauten aus der kommunistischen Zeit. Der Parlamentspalast gilt als eines der größten Verwaltungsgebäude der Welt und kann nur mit Führung und Ausweis besichtigt werden.

Weitere Highlights sind die Altstadt Lipscani mit Bars und Restaurants, die Stavropoleos-Kirche, das Athenäum und der Herăstrău-Park. Plane eineinhalb bis zwei Tage ein.

Station 2: Sinaia und Schloss Peleș

Rund zwei Stunden nördlich liegt der Bergort Sinaia im Prahova-Tal. Hier steht Schloss Peleș, die ehemalige Sommerresidenz von König Carol I., ein reich verziertes Schloss im Stil der Neorenaissance mit prächtigen Innenräumen. Das Schloss hat einen Ruhetag, prüfe die Öffnungszeiten vorab. Vom Ort aus führt eine Seilbahn ins Bucegi-Gebirge.

Station 3: Brașov

Brașov (Kronstadt) ist das Tor nach Transsilvanien. Die Altstadt rund um den Rathausplatz, die gotische Schwarze Kirche und die engste Gasse der Stadt, die Strada Sforii, gehören zum Pflichtprogramm. Mit der Seilbahn fährst du auf den Hausberg Tâmpa mit Blick über die Dächer. Brașov eignet sich als Basis für Ausflüge zu den Burgen der Umgebung.

Station 4: Bran und Râșnov

Schloss Bran wird als „Draculas Schloss“ vermarktet, auch wenn der historische Fürst Vlad III. Drăculea kaum eine Verbindung dazu hatte. Spannend ist es trotzdem, besonders die Räume von Königin Maria. Gehe früh am Morgen hin, um den Menschenmassen zu entgehen. Ganz in der Nähe liegt die Bauernburg Râșnov auf einem Hügel, die weniger besucht ist. Mehr Burgen findest du in unserem Beitrag über die Burgen Transsilvaniens.

Station 5: Sighișoara und die Wehrkirchen

Sighișoara (Schäßburg) ist eine der wenigen noch bewohnten mittelalterlichen Zitadellen Europas und UNESCO-Welterbe. Der Stundturm, die überdachte Schülertreppe und das Geburtshaus von Vlad III. prägen das Stadtbild. Unterwegs lohnt ein Abstecher zur Kirchenburg Biertan, einer der beeindruckendsten Wehrkirchen der Siebenbürger Sachsen. Auch das Dorf Viscri mit seinen bunten Bauernhäusern ist ein Highlight.

Station 6: Sibiu

Sibiu (Hermannstadt) war 2007 Kulturhauptstadt Europas und ist eine der schönsten Städte des Landes. Großer und Kleiner Ring, die Lügenbrücke und die Dachfenster, die wie Augen wirken, machen den Charme der Stadt aus. Das Freilichtmuseum ASTRA am Stadtrand zeigt traditionelle Architektur aus ganz Rumänien. Sibiu hat einen eigenen Flughafen mit Verbindungen in den deutschsprachigen Raum.

Bonus: Transfăgărășan

Wer im Sommer mit dem Auto unterwegs ist, sollte die Transfăgărășan fahren. Die Passstraße windet sich in Serpentinen über das Făgăraș-Gebirge bis zum Gletschersee Bâlea. Sie ist in der Regel nur etwa von Juli bis Oktober geöffnet, abhängig von Schnee und Wetter.

Routenvorschlag: 8 Tage

  1. Tag 1–2: Bukarest
  2. Tag 3: Sinaia und Schloss Peleș, weiter nach Brașov
  3. Tag 4: Brașov
  4. Tag 5: Bran und Râșnov
  5. Tag 6: Viscri oder Biertan und Sighișoara
  6. Tag 7–8: Sibiu, im Sommer mit Transfăgărășan

Anreise und Fortbewegung

Bukarest und Sibiu haben internationale Flughäfen, Verbindungen aus Wien sind schnell und oft günstig. Ein Mietwagen ist für Dörfer und Wehrkirchen die beste Wahl. Zwischen Bukarest, Brașov, Sighișoara und Sibiu fahren auch Züge, die allerdings recht langsam sind.

Beste Reisezeit

Ideal sind Mai bis Juni und September bis Oktober. Im Juli und August ist es in Bukarest oft sehr heiß, in den Bergen angenehm. Im Dezember verwandeln Weihnachtsmärkte, etwa in Sibiu, die Städte in Wintermärchen.

Kosten

Rumänien ist günstig: Ein Abendessen mit Getränk bekommst du außerhalb der Touristenlokale oft für 12 bis 20 Euro, Pensionen und Gästehäuser sind deutlich billiger als in Österreich. Die Landeswährung ist der Leu (RON), Kartenzahlung ist weit verbreitet.

Häufige Fragen

Ist Rumänien ein sicheres Reiseland?

Ja, Rumänien gilt als sicher. Achte in Bukarest auf Taxibetrüger und nutze Apps wie Bolt oder Uber.

Welche Spezialitäten sollte ich probieren?

Sarmale (Krautwickel), Mici (gegrillte Hackfleischröllchen), Ciorbă (saure Suppe) und Papanași, ein Dessert aus Topfenkrapfen mit Sauerrahm und Marmelade.

Wird in Siebenbürgen Deutsch gesprochen?

Nur noch vereinzelt, die deutsche Minderheit ist klein. In touristischen Orten kommst du mit Englisch gut zurecht, Ortsnamen sind aber häufig auch auf Deutsch ausgeschildert.

Unterkünfte in Bukarest

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