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Italien

Sardinien Reise: Die schönsten Strände, Buchten und Orte der Mittelmeerinsel

Karibisches Wasser im Mittelmeer: So erlebst du Sardinien mit den schönsten Stränden, Buchten im Golf von Orosei, Städten wie Cagliari und Alghero und der…

amuvo Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit
Sardinien
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Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeers. Ihre Strände mit weißem Sand und klarem, türkisfarbenem Wasser werden oft mit der Karibik verglichen. Doch Sardinien ist mehr als ein Badeziel. Im Landesinneren erheben sich wilde Berge, Hirten leben in einsamen Dörfern, und über 7.000 Nuraghen, steinerne Türme aus der Bronzezeit, erzählen von einer rätselhaften Kultur.

Norden: Costa Smeralda und La Maddalena

Die Costa Smeralda im Nordosten ist das bekannteste und teuerste Feriengebiet der Insel, mit Luxusyachten in Porto Cervo. Die Strände sind dennoch frei zugänglich, etwa Spiaggia del Principe und Capriccioli. Vor der Küste liegt der Nationalpark La Maddalena mit über 60 Inseln. Bootstouren führen zu Buchten wie Cala Corsara. Die berühmte Spiaggia Rosa auf Budelli mit rosafarbenem Sand darf zum Schutz nicht betreten werden, ist aber vom Boot aus sichtbar.

Ganz im Norden bietet Santa Teresa Gallura mit dem Capo Testa bizarre Granitfelsen, und an der Spiaggia La Pelosa bei Stintino gelten Beschränkungen mit Reservierung und Gebühr.

Osten: Golf von Orosei

Der Golf von Orosei ist einer der spektakulärsten Küstenabschnitte Europas. Steile Kalkfelsen fallen ins Meer, und zwischen ihnen liegen Buchten wie Cala Goloritzé, Cala Mariolu und Cala Luna. Viele sind nur per Boot oder zu Fuß erreichbar. Für Cala Goloritzé gibt es eine Zugangsgebühr und teilweise eine Besucherbegrenzung. Von Cala Gonone starten Boote und Kajaktouren.

Im Hinterland liegt die Schlucht Gola di Gorropu, eine der tiefsten Europas, und das Dorf Orgosolo mit politischen Wandbildern, den Murales.

Süden: Cagliari und Chia

Die Hauptstadt Cagliari liegt an einer Bucht mit Flamingos in den Lagunen. Die Altstadt Castello auf einem Hügel bietet Blicke über die Stadt, und der Stadtstrand Poetto ist mehrere Kilometer lang. Der Markt San Benedetto ist einer der größten in Italien.

Südwestlich von Cagliari liegen die Strände von Chia mit Dünen und Lagunen, darunter Su Giudeu und Tuerredda. Im Südosten lockt Villasimius mit dem Strand Punta Molentis.

Westen: Alghero und Costa Verde

Alghero wurde jahrhundertelang von Katalanen geprägt, und Katalanisch wird teilweise noch gesprochen. Die Altstadt mit Stadtmauer liegt direkt am Meer. In der Nähe führen 656 Stufen zur Grotta di Nettuno, einer Tropfsteinhöhle am Capo Caccia. Weiter südlich liegen die riesigen Dünen der Costa Verde und die Halbinsel Sinis mit der antiken Stadt Tharros und dem Strand Is Arutas aus quarzähnlichen Körnern.

Nuraghen und Geschichte

Die Nuraghen wurden etwa zwischen 1800 und 500 vor Christus errichtet. Die bekannteste Anlage, Su Nuraxi di Barumini, ist UNESCO-Welterbe. Daneben gibt es Gigantengräber und heilige Brunnen wie Santa Cristina.

Essen und Trinken

  • Porceddu: Spanferkel über dem Feuer
  • Culurgiones: Gefüllte Teigtaschen mit Kartoffeln, Pecorino und Minze
  • Malloreddus: Kleine Nudeln mit Wurstragout
  • Pane Carasau: Hauchdünnes Hirtenbrot
  • Bottarga: Getrockneter Fischrogen
  • Seadas: Frittierte Teigtaschen mit Käse und Honig
  • Cannonau und Vermentino: Die bekanntesten Weine
  • Mirto: Myrtenlikör als Digestif

Blue Zone

Die Bergregion Ogliastra und Teile der Barbagia gelten als eine der „Blue Zones“, in denen besonders viele Menschen über 100 Jahre alt werden. Ein ruhiges Leben, Bewegung, Gemeinschaft und traditionelle Ernährung werden oft als Gründe genannt.

Reisezeit und Anreise

Die beste Zeit für einen Badeurlaub ist von Juni bis September, am angenehmsten im Juni und September. Im August ist die Insel sehr voll. Zum Wandern eignen sich Frühling und Herbst. Von Wien fliegst du in rund zwei Stunden nach Cagliari, Olbia oder Alghero. Mit dem eigenen Auto erreichst du die Insel per Fähre aus Genua, Livorno oder Civitavecchia. Ein Mietwagen ist für Sardinien fast unverzichtbar.

Regeln am Strand

Das Mitnehmen von Sand, Muscheln und Steinen ist auf Sardinien verboten und wird mit Geldstrafen geahndet. An einigen Stränden gelten zudem Besucherbegrenzungen. Weitere Inseln im Mittelmeer findest du in unserem Beitrag über Sizilien.

Häufige Fragen

Wo ist Sardinien am schönsten?

Für Strände der Nordosten und der Golf von Orosei, für Städte Cagliari und Alghero.

Wie viele Tage braucht man?

Eine Woche für eine Region, zwei Wochen für eine Inselrundreise.

Ist Sardinien teuer?

Die Costa Smeralda ist teuer, andere Regionen sind deutlich günstiger.

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