Die Similan Inseln liegen rund 70 Kilometer vor der Westküste Thailands in der Andamanensee. Der Nationalpark Mu Ko Similan besteht aus mehreren Granitinseln mit Puderzuckerstränden und glasklarem Wasser. Unter Wasser findest du Korallenriffe, Felsformationen und eine große Artenvielfalt. Die Similans zählen regelmäßig zu den besten Tauchgebieten Südostasiens.
Die Inseln im Überblick
Der Name stammt vom malaiischen Wort „Sembilan“ für neun, ursprünglich wurden neun Inseln gezählt. Heute gehören auch die nördlicheren Inseln Koh Bon und Koh Tachai zum Park.
- Koh Similan (Insel 8): Die größte Insel mit dem Sailing Rock, einem markanten Granitfelsen. Von oben blickst du auf die berühmte Donald Duck Bay.
- Koh Miang (Insel 4): Sitz der Parkverwaltung
- Koh Payu (Insel 7): Mit guten Schnorchelplätzen
- Koh Bon: Bekannt für Mantarochen
- Koh Tachai: Mit einem der schönsten Strände der Region
Tauchen an den Similans
Die Similans bieten Tauchplätze für jedes Niveau. Auf der Westseite der Inseln liegen große Granitfelsen mit Durchbrüchen und Swim-Throughs, auf der Ostseite sanfte Korallenhänge.
- Elephant Head Rock: Felsformationen mit Durchgängen, oft mit Strömung
- East of Eden: Korallenhang mit großer Fischvielfalt
- Christmas Point: Felsbögen und Weichkorallen
- Koh Bon Pinnacle: Mantarochen, besonders in der zweiten Saisonhälfte
- Koh Tachai Pinnacle: Mit Chancen auf Walhaie, Leopardenhaie und große Schwärme
Rund 100 Kilometer nördlich liegt Richelieu Rock bei den Surin-Inseln, einer der berühmtesten Tauchplätze Thailands und bekannt für Walhaie und Seepferdchen.
Unterwasserwelt
Typische Begegnungen sind Schildkröten, Napoleon-Lippfische, Barrakudas, Papageienfische, Muränen und Riffhaie. Mantarochen und Walhaie sind seltener, aber möglich. Die Korallen haben wie in vielen Regionen unter Bleichen gelitten, sind aber an vielen Stellen noch eindrucksvoll.
Schnorcheln
Auch Schnorchler kommen auf ihre Kosten. Tagesausflüge mit dem Speedboot halten an mehreren Schnorchelplätzen und Stränden. In geschützten Buchten siehst du schon direkt unter der Oberfläche Fischschwärme, Schildkröten und Korallen. Nutze riffschonende Sonnencreme und berühre keine Korallen.
Tagesausflug oder Liveaboard?
Tagesausflug
Die meisten Besucher kommen mit dem Speedboot aus Khao Lak, die Überfahrt dauert rund eineinhalb Stunden. Ein typischer Ausflug umfasst mehrere Schnorchelstopps, Strandaufenthalte und ein Mittagessen. Tauchschulen bieten Tagesausflüge mit zwei bis drei Tauchgängen an.
Liveaboard
Für Taucher ist eine Liveaboard-Safari von meist drei bis fünf Tagen die beste Option. Du schläfst an Bord, machst bis zu vier Tauchgänge pro Tag und erreichst auch entferntere Spots wie Koh Bon, Koh Tachai und Richelieu Rock zu Zeiten, in denen keine Tagesboote dort sind.
Saison und Regeln
Der Nationalpark ist nur von etwa Mitte Oktober bis Mitte Mai geöffnet. In der Monsunzeit bleibt er zum Schutz der Natur und wegen der rauen See geschlossen. Die beste Sicht hast du meist von Dezember bis April. Es gelten Besucherkontingente pro Tag, und Übernachtungen auf den Inseln sind seit einigen Jahren nicht mehr erlaubt. Für den Park wird eine Eintrittsgebühr erhoben, die meist nicht im Tourpreis enthalten ist.
Zum Schutz der Natur gelten strenge Regeln. Das Füttern von Fischen, das Mitnehmen von Muscheln und Korallen sowie Einwegplastik sind verboten.
Anreise
Die meisten Touren starten am Pier Thap Lamu bei Khao Lak. Viele Anbieter holen dich auch in Hotels in Phuket ab, dann verlängert sich die Anreise um rund eineinhalb Stunden. Von Wien fliegst du mit einem Umstieg nach Phuket. Mehr Infos zur Region findest du in unseren Beiträgen über Khao Lak und Phuket.
Kosten
Ein Schnorchel-Tagesausflug kostet meist umgerechnet 80 bis 150 Euro, Tauchausflüge und Liveaboards entsprechend mehr. Hinzu kommt die Nationalparkgebühr. Vergleiche Anbieter und achte auf kleine Gruppen und Erfahrung.
Tipps
- Bei Seekrankheit vorher Tabletten nehmen, die Überfahrt kann wellig sein
- Wasserdichte Tasche für Handy und Kamera mitnehmen
- Langarm-Shirt gegen Sonne beim Schnorcheln
- Früh buchen, besonders in der Hochsaison um Weihnachten und Neujahr
Häufige Fragen
Kann ich auf den Similan Inseln übernachten?
Nein, Übernachtungen auf den Inseln sind nicht mehr erlaubt. Für mehrtägige Aufenthalte bleibt nur ein Liveaboard.
Lohnt sich die Tour für Nichtschwimmer?
Mit Schwimmweste ist Schnorcheln möglich. Die Strände und Aussichtspunkte sind auch ohne Schnorcheln schön.
Welche Monate sind am besten?
Dezember bis April mit ruhiger See und guter Sicht.