Saint Lucia ist eine Vulkaninsel in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen. Die beiden Berge Gros Piton und Petit Piton, die steil aus dem Meer ragen, sind UNESCO-Welterbe und das Wahrzeichen der Insel. Regenwald, Wasserfälle, Schwefelquellen und Buchten mit Luxusresorts machen Saint Lucia zu einem der romantischsten Ziele der Karibik. Gleichzeitig bietet die Insel eine lebendige kreolische Kultur.
Die Pitons
Die beiden Vulkanspitzen bei Soufrière sind von nahezu überall im Südwesten sichtbar. Der Gros Piton ist rund 770 Meter hoch und kann mit einem lokalen Guide in etwa vier bis fünf Stunden bestiegen werden. Die Wanderung ist steil, aber ohne Kletterei. Der Petit Piton ist deutlich gefährlicher und wird nur selten bestiegen. Zwischen den Bergen liegt der Strand Sugar Beach, einer der fotogensten der Karibik.
Sulphur Springs und Schlammbad
Nahe Soufrière liegen die Sulphur Springs, ein vulkanisches Gebiet, das oft als einziger „Drive-in-Vulkan“ bezeichnet wird. Dampf steigt aus dem Boden, das Wasser brodelt. In den warmen Schlammbädern kannst du dich mit Mineralschlamm einreiben, der Haut gut tun soll.
Wasserfälle und botanische Gärten
- Diamond Falls und Botanical Garden: Ein Wasserfall, der durch Mineralien in vielen Farben schimmert, umgeben von einem tropischen Garten
- Toraille Waterfall: Ein kleiner Wasserfall, unter dem du baden kannst
- Edmund Forest Reserve: Regenwald mit Wanderwegen und dem seltenen Saint-Lucia-Amazonenpapagei, dem Nationalvogel
Strände und Buchten
- Marigot Bay: Eine tief eingeschnittene Bucht mit Jachthafen und Palmen, oft als eine der schönsten der Karibik bezeichnet
- Reduit Beach in Rodney Bay: Langer Sandstrand im Norden, ideal zum Baden
- Anse Chastanet und Anse Mamin: Beste Schnorchelplätze im Südwesten
- Anse Cochon: Ruhige Bucht, gut per Boot erreichbar
Kultur und Geschichte
Saint Lucia wechselte zwischen Frankreich und Großbritannien rund 14 Mal die Herrschaft, bevor die Insel 1979 unabhängig wurde. Amtssprache ist Englisch, im Alltag wird aber oft Kwéyòl, ein französisch geprägtes Kreol, gesprochen. Auf Pigeon Island im Norden erkundest du die Ruinen einer britischen Festung mit tollem Blick über die Rodney Bay.
Ein Erlebnis ist die Friday Night Street Party im Fischerdorf Gros Islet: Jeden Freitag gibt es Musik, gegrillten Fisch und Rumpunsch auf der Straße. Im Fischerort Anse La Raye findet freitags eine Fischnacht statt. Das Saint Lucia Jazz Festival und der Karneval im Juli sind weitere Höhepunkte des Jahres.
Essen und Trinken
Das Nationalgericht ist Green Fig and Saltfish, grüne Bananen mit Salzfisch. Daneben gibt es Curry-Gerichte, Kakao aus eigenem Anbau und Rum der lokalen Brennerei. Einige Plantagen bieten Touren, bei denen du lernst, wie Schokolade hergestellt wird.
Beste Reisezeit
Die Trockenzeit von Dezember bis April ist ideal mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen. Von Juni bis November ist Regenzeit und Hurrikansaison, wobei Saint Lucia seltener direkt getroffen wird als nördlichere Inseln. Die Nebensaison bietet deutlich günstigere Hotelpreise.
Anreise und Fortbewegung
Internationale Flüge landen am Hewanorra International Airport im Süden, oft mit Umstieg in London. Der kleinere Flughafen George F. L. Charles bei Castries bedient Verbindungen innerhalb der Karibik. Die Fahrt von Hewanorra in den Norden dauert rund eineinhalb Stunden über kurvige Straßen. Es herrscht Linksverkehr. Viele Reisende nutzen Taxis oder Wassertaxis, Minibusse sind eine günstige Alternative.
Unterkunft
Saint Lucia ist bekannt für Luxusresorts mit Blick auf die Pitons, die besonders bei Hochzeitsreisenden beliebt sind. In Rodney Bay findest du günstigere Hotels und Apartments mit gutem Zugang zu Restaurants und Stränden. Die Region Soufrière ist ideal für Naturfreunde.
Häufige Fragen
Welche Währung gilt auf Saint Lucia?
Der Ostkaribische Dollar (XCD). US-Dollar werden weitgehend akzeptiert.
Wie viele Tage brauche ich für Saint Lucia?
Eine Woche reicht, um Norden und Süden kennenzulernen. Wer vor allem entspannen möchte, bleibt zehn bis vierzehn Tage.
Ist Saint Lucia teuer?
Resorts sind hochpreisig, Essen an lokalen Ständen und Unterkünfte in Rodney Bay sind dagegen bezahlbar.
Weitere Karibik-Ziele: Grand Cayman und Kuba.